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November 7th, 2012

Da es bei einigen Leuten Probleme mit den Bildern und Videos gab, werd ich jetzt vorrangig hier posten:

thorschmeetsindia

J.K. Temple

Oktober 28th, 2012

Wochenende ist Ausflugszeit!

Der Plan für Sonntag bestand darin, nach dem Mittagessen -gegen 15 Uhr- zusammen mit Johannes, in einer Autorikscha in die Stadt zu fahren. Haben von ein paar Indern erfahren, dass der dortige J.K. Temple ein Ausflug wert sei.

Die Fahrt zum Tempel war auf jeden Fall ein Highlight für sich, wenn ihr euch das Video anseht wisst ihr warum. Bin immer wieder sehr froh, wenn ich lebendig aus diesen Teilen steige. Die Schrammen an den Auto etc. weisen darauf hin, dass es öfters mal ziemlich eng wird:

Video1:
Video2:

Am Tempel angekommen mussten wir uns noch 30min mit einem Spaziergang, um das Tempelareal, die Zeit vertreibe, weil er erst um 16Uhr öffnete. Für uns war dieser kleine Streifzug leider nur mäßig entspannt, da wir durch ein Viertel gelaufen sind, in dem wohl recht selten weiße Menschen gesehen werden. Somit hatten wir eine große Traube Kinder hinter uns herlaufen, immer mal wieder personen die Fotos von uns machen wollten und viele Leute, die uns von ihren Wohnungen aus nur anstarrten. Ist schon ein recht merkwürdiges Gefühl, aber daran muss ich mich gewöhnen.

Indische Gerichte

Oktober 22nd, 2012

Ich probiere ab und zu, falls ich dran denke, Fotos vom Essen zu machen und lade das hier mit dem Namen dann hoch:

Gangesausflug

Oktober 16th, 2012

Am Sonntag habe ich mich mit drei Indern zu 6 Uhr verabredet, um eine Fahrradtour zum Ganges zu unternehmen. Meine indischen Mitfahrer kamen gegen 6.20 zum vereinbarten Treffpunkt und dann gings los.

Mitfahrer Mitfahrer

Die Sonne war um die Zeit schon aufgegangen und wir konnten getrost ohne Licht fahren (Licht an Fahrrädern ist zudem sehr untypisch). Die Straße außerhalb des Campus war noch nicht sehr befahren und es hatte den Eindruck als wären die Menschen, die direkt an der Straße wohnen auch noch nicht aufgestanden. Es war ziemlich ruhig, die Temperaturen waren entspannt und ich konnte mir einen weiteren Eindruck von Indien verschaffen. Zwischendurch kamen dann doch, teilweise nur knapp an mir vorbei, riesige Trucks vorbeigerauscht, die mit den unterschiedlichsten Waren bestückt waren.

Meine Mitfahrer sind die Strecke länger nicht gefahren und so entschieden sie sich nach einer 45-minütigen Fahrt auf der Hauptstraße – führt direkt nach Delhi – auf eine der vielen Straßen zum Ganges abzubiegen. Leider eine Straße, die ca. nach 2km nur noch als Acker bezeichnet werden konnten. War selbst für indische Verhältnisse ziemlich schlecht.

Ganges-Seitenarm Ganges-Seitenarm

Gegen 8.00 Uhr haben wir das erste Mal einen Blick auf den Ganges geworfen:
War sehr beeindruckend!

Ganges Ganges Ganges

Auf dem Rückweg haben wir noch an zwei Orten gehalten, um zu frühstücken und uns einen Tempel anzusehen.

Ganges Ganges Ganges Ganges

Indische Mentalität: „no problem“
:)

Antaragni’12

Oktober 15th, 2012

Von Donnerstag bis Sonntag (11.10.-14.10.) war auf dem Gelände der Universität das  „Antaragni“-Festival. Ein Fest mit vielen verschiedenen Musikern – sogar auch aus Frankreich und Isreal -, aber vorallem indischen Bands, kulturelle Veranstaltungen, Pantomime und vielen studentischen Wettbewerben, wobei viele Studenten aus ganz Indien zu diesem Zweck nach Kanpur angereist sind. Die Straßen waren dementsprechende noch überfüllter als sonst. Die Wettbewerbe gingen über mehrere Tage und wurden in den Disziplinen wie z.B. Einzel- , Paar- und Gruppentanz ausgetragen. Ich habe dort die verscheidenstens Tanzstile gesehen, vom traditionellen indischen Tanz über wildem Rumgespringe bis zum westlichen Tanz. Zum Teil war es sehr beeindruckend, da die Tänzer die für ihr Bundesland typischen Trachten trugen. Leider war es verboten während der Veranstaltungen Fotos zu machen, so dass ich euch nicht so viel zeigen kann.

Ein paar Eindrücke:

Pic2 Pic2 Pic2 Pic2 Pic2 Pic2 Pic2Hier ist die Internetseite zum Festival. Bitte ins „Licht“ klicken, um weitergeleitet zu werden.
http://www.antaragni.in/

Impressions und Fahrrad

Oktober 8th, 2012

Nach meiner Ankunft wurden mir von meinem Kollegen ein paar andere Ausländer vorgestellt.  Darunter waren 4 Franzosen und glücklicherweise auch ein Deutscher, die seit Juli hier sind und für ein ganzes Jahr am IITK studieren. Sie haben mich abends gleich mit in die Kantine genommen, was für mich hieß auf dem Gepäckträger Platz zu nehmen, da die siebenminütige Fahrt doch ein recht weiter Fußmarsch gewesen wäre. Ich konnte mir dafür aber für umgerechnet einen Euro den Magen vollhaun. 🙂

An dem Abend gab es zudem auch eine Veranstaltung, die von meinem „Abholkollegen“ mitorganisiert wurde und zu der auch die Anderen gehen wollten. Nannte sich Impressions und wurde von indischen Studenten organisiert. Da ich recht müde war, habe ich nach der zweiten Modenschau und einer Horde Inder, die den Gangnam-Style-Tanz performte die Segel gestrichen und bin nach Hause.

Am Sonntag habe ich meinen Hauptbetreuer und zugleich Professor Mohapatra kennengelernt.
Nachdem ich mit meinem Kollegen „Subhash“ über das Universitätsgelände gegangen bin und er mir unser Labor zeigte, haben wir danach noch ein Fahrrad für mich gekauft:

Pic2

Und ja, richtig gelesen, es ist ein „Fun Rider“.

Pic2

Die meisten Fahrräder hier gibts für ca. 25€, aber da Subhash wohl ziemlich gut feilschen kann, habe ich meins für 12,50€ bekommen. Ist mir natürlich viel zu klein, die Bremsen kann man vergessen und der Sattel wackelt, aber sonst ist es super und vor allem notwendig um bequem zur Uni und zu den Kantinen zu kommen.

Welcome to India!

Oktober 6th, 2012

Wie viele von euch ja wissen, habe ich im Juni ein Stipendium für einen viermonatigen Forschungsaufenthalt in Indien, von meiner Universität – Technische Universität Chemnitz -, erhalten.

Dieser Blog ist dazu da, um euch in nächster Zeit über meine Erlebnisse und Erfahrungen in Indien zu berichten.

Viel Spaß beim Lesen!

Welcome to India.

Am  05.10.2012 ging es für mich um die Mittagszeit mit dem Zug vom Berliner Hauptbahnhof zum Flughafen Frankfurt am Main. Dort bin ich gegen 22Uhr mit dem Ziel Delhi gestartet. Den ersten Vorgeschmack von Indien bekam ich gleich in meinem Flugzeug (AirIndia), das aussah wie ein orientalischer Teppichladen. Die Stewardessen liefen in typisch indischer Kleidung und Sandalen rum und die Kabine war mit bunten Teppichen ausgestattet. Kein Vergleich zu AirBerlin oder der LuftHansa, zumal sogar ich in der Economy Class Beinfreiheit hatte.

Bin dann gegen 9Uhr am Flughafen in Delhi gelandet und hatte genug Zeit mein Gepäck nochmal neu einzuchecken und mir schon die ersten Rupien zu organisieren. Wechselkurs ist 1€ = 70Rs. Da ich den Flughafen nicht verlassen durfte, dauerte es noch ein Weilchen, bis ich die indische Sonne sehen durfte.  Mein Anschlussflug nach Kanpur hatte ca. 1 Stunde Verspätung. Die Maschine war der totale Gegensatz  zu meiner ersten Maschine. Da ich der einzige Nicht-Inder an Board war und mit Abstand der größte Passagier, hat man mir gleich den Platz mit dem meisten Freiraum für die Beine angeboten – direkt am Notausgang. Während des einstündigen Fluges hatte ich immer das Gefühl, als ob die Mühle gleich auseinanderfallen würde. Die „Notausstiegstür“ wackelte die gesamte Zeit und die Propellerturbinen verursachten so viel Lärm, dass ich schon fast taub wurde. Nichtsdestotrotz hat der Pilot die Landung auf dem kleinsten Flughafen, den ich bisher gesehen habe, sehr gut gemeistert. Nun hatte ich es also geschafft, ich bin an meinem Zielort angekommen!

Ein Kollege meines Teams hat mich vom Flughafen abgeholt und ich erlebte eine einstündige Autofahrt, die meine Freude ‚endlich angekommen zu sein‘ noch etwasverzögerte. Ich hatte gar nicht daran gedacht, dass in Indien linksverkehr herrscht. Dies viel mir nach ca. 5 Minuten Autofahrt auf, als sich das Kneul aus Autos, Motorrädern, Fahrrädern, Bussen, Trucks, Motorrikschas, normalen Rikschas, Passanten, Kühen und Hunden um den Flughafen etwas auflöste und wir auf eine Art Schnellstraße fuhren. Ampeln gibt es keine, Regel wie „links vor rechts“ schn gar nicht. Es gibt nur das Gesetz der Hupe. Überholst du Jemanden, hupst du. Fertig.  Somit war es eine sehr erlebnisreiche Fahrt, da ich viele Eindrucke von den Leuten am Straßenrand sammelte und zugleich öfters die Angst hatte, von einem riesigen Truck überrollt zu werde.

Der Campus der IITK – Indian Institute of Technology, Kanpur – ist enorm groß. Es gibt ein zentrales Universitätsgelande, auf dem sich die Hörsäle, Laboratorien, Biliotheken und Forschungsgebäude befinden und rings herum ein fünfmal so großes Areal, in dem die ca. 5000 Studenten, Professoren und Mitarbeiter wohnen.

Um nur mal ein paar Fakten zu nennen, es gibt insgesamt 10 Halls (Studentenunterkünfte mit Grünanlagen, Mensa, Kantine), von denen eine für Mädchen ist. Zudem gibt es ein Health Centre, 2 Stadien, ein großes Hockeyfield, viele kleine Sportplätze, 3 Schulen, 2 Student Activity Centre, eine Flugzeuglandebahn, n Park, ne Tankstelle und ein kleines Einkaufszentrum.
Zudem gibt es noch zwei Visitor Hostel, in denen ich auch untergebracht bin. VH Extension.

Da ich nicht zum Semesterbeginn im Juli gekommen bin, habe ich ein typisch westliches Doppelzimmer mit normalem Bad und eigener Klimaanlage bekommen. Mal ein Blick in Mein Zimmer:

Zimmer Zimmer Mitbewohner

Hier noch ein paar Bilder meiner Hall:

Hall Hall

Mein Zimmer ist in der ersten Etage auf der linken Seite nach hinten raus.